cofa 2015

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Galerie Klaus Benden. Wandarbeit: Jan van der Ploeg

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Galerie Nagel Draxler; Jan Timme

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Galerie Setareh

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Galerie Setareh. Maki Na Kamura

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Galerie Setareh; Gregor Gleiwitz

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Galerie Setareh; Sebastian Riemer

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Galerie Martin Kudlek

 

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Galerie Martin Kudlek. Jonathan Callan

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Galerie Martin Kudlek. Jonathan Callan

 

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Galerie Martinetz; Mary-Audrey Ramirez

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Galerie Martinetz; Mary-Audrey Ramirez

 

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Galerie Martinetz

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CAPRI. Maria Loboda

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Bruch & Dallas

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Bruch & Dallas

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Galerie Scharmann & Laskowski; Henriette Grahnert

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Galerie Scharmann & Laskowski; Henriette Grahnert

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Galerie van der Grinten

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Galerie Conrads

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Galerie Conrads – Gabi Hamm

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Galerie Conrads; Gabi Hamm

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Mélange

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Melange

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Galerie Philine Cremer

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Galerie Philine Cremer

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Galerie Philine Cremer; Daecheon Lee

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Jagla Projektraum

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Jagla Projektraum

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TZR Galerie Kai Brückner

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TZR Galerie Kai Brückner; Jasper de Beijer

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TZR Galerie Kai Brückner; Margriet Smulders

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Galerie Petra Rink

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Galerie Petra Rink; Ralf Brög

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Galerie Petra Rink

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Galerie Ruttkowski; 68

 

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Galerie Ruttkowski; 68

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Ruttkowski;68

 

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Galerie Hug

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VAN HORN – Koen Delaere; Wendy White

cofa 2015 - VAN HORN

VAN HORN – Koen Delaere (li.) , Wendy White (re.)

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Galerie Sies + Höke; Jonathan Meese

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Galerie Priska Pasquer: Radenko Milak (li.) und Tritano di Robilant (re.)

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Galerie Rupert Pfab

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Galerie Rupert Pfab; Vera Lossau

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Galerie Rupert Pfab; Vera Lossau

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Galerie Rupert Pfab; Nora Schattauer

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SSZ Süd

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SSZ Süd

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Belle Air / New Bretagne

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Belle Air / New Bretagne

cofa 2015

Belle Air / New Bretagne

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Galerie Cosar

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Galerie Cosar

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Galerie Cosar

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Galerie Cosar

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Drei

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Galerie Schönewald; Bernd Ribbeck

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Drei

 

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Galerie Hammelehle und Ahrens. Jan Scharrelmann

 

Am Wochenende endete die erste Auflage der Cofa, einer neuen Kunstmesse im Bereich „Contemporary“ in Köln. Eine Rückschau.

 

von Emmanuel Mir

Für die Interessierten, die die künstlerische Aktualität ihrer Region verfolgen ohne in das Geschehen direkt impliziert zu sein, kam die Nachricht überraschend:  Es gibt eine neue Kunstmesse in Köln, die die traditionelle Cologne Fine Art nun flankieren soll. Mit ihrem Schwerpunkt auf zugleich jungen und etablierten Galerien mit zeitgenössischem Programm ist die Cofa Contemporary der Jungbrunnen der Fine Art, die ihrerseits auf bewährte bis konservative Werte setzt. Die Überraschung des interessierten Publikums war der Tatsache geschuldet, dass die Kommunikation dieses Newcomers gelinde gesagt sehr zurückhaltend blieb. Keine wahrnehmbare Vorankündigung, eine diskrete Pressearbeit und eine verspätete Versendung von Einladungen sorgten für Ärger bei den Ausstellern, die sich mehr öffentliche Aufmerksamkeit gewünscht hätten. Dass die Eröffnungen der Cofa und ihrer Contemporary-Schwester zeitversetzt stattfand, so dass die Publika sich nicht mischten konnten, erregte sogar den Unmut mancher Galeristen.

Trotz dieser Ungereimtheiten ging das Konzept des Messedirektors Daniel Hug auf. Mehr als dies: Die Cofa Contemporary versöhnt sogar jeden Kritiker mit dem Kunstmesse-Format. Anstatt eines extensiven und heterogenen Marktplatzes, der sich ermüdend und verwirrend auf dem Besucher auswirkt, besteht die Cofa Contemporary aus gerade mal vierzig Ausstellern, die fast ausschließlich aus Köln und Düsseldorf stammen. Es ist also eine kompakte Messe mit einem einheitlichen, regionalen Fokus. Dabei wurden die Galeristen gebeten, sich auf eine bis drei künstlerische Positionen zu konzentrieren. So vermeidet man den üblichen (und angesichts der Preise anderer Messestände: verständlichen) Gemischtwarenhandel-Charakter, der an solchen Orten vorherrscht. Das Ergebnis ließ sich sehen: Die offenen und klaren Kojen waren großzügig gestaltet und reihten sich entlang von luftigen Gängen. Manche Aussteller wie Petra Rinck oder Van Horn schafften in dieser großen Übersicht zusätzliche Eye-Catcher, indem sie ihre Kojenwände farbig fassten. Gerade im Fall von Van Horn war dies eine elegante Lösung, zwei distinkte Positionen zusammenzubringen.

Waren die meisten Galeristen über die Tragweite des Events zunächst abwartend bis skeptisch, verflog schon am ersten Abend die Unsicherheit. Es kam schnell zu ersten Verkäufen, viele Händler konnten ihr Kontaktportfolio erweitern und vielversprechende Gespräche führen. Die Stimmung erhellte sich im Nu. Der anvisierte Synergie-Effekt trat ein: die eine Etage tiefer gelegene Fine  Art spülte ihre Käuferschicht durch die Gänge der Cofa Contemporary. Zahlreiche Besucher der Fine Art konnten dort dekorative Gemälde oder Grafiken entdecken, um ihre eben durchgeführte Käufe im klassischen Bereich abzurunden. Von einer Win-Win-Situation zu sprechen wäre aber übertrieben. So berichtete eine Galeristin, die auf beiden Messen vertreten war, dass die Contemporary von ihrer ehrwürdigen Nachbarin eindeutig profitierte, stellte aber die Gegenseitigkeit des Transfers infrage. Im Klartext: Die Cofa Contemporary hat viel von der Fine Art zu gewinnen, andersherum nicht.

Aus der Besucherperspektive war die Messe also eine sehr gute Überraschung. Die Auswahl der Galerien war nachvollziehbar; das ausgestellte Programm außergewöhnlich niveauvoll. Wobei keine Experimente gewagt wurden und das kommerziell Verwertbare deutlich im Vordergrund stand. Also: viel Malerei, viel Flachware oder kleinere Plastiken. Man trat vorsichtig auf. Programmatische Unruhe wurde doch von oben angeordnet: Hug hatte die exzellente Idee, ein paar Projekträume einzuladen und ihnen eine Koje zur Verfügung zu stellen. Es waren u.a. Mélange, Jagla, die Simultanhalle und Bruch&Dallas aus Köln sowie Capri aus Düsseldorf und BelleAir/New Bretagne aus Essen dabei. Manche Statements mögen radikal gewirkt haben, in ihrer lapidaren Knappheit jedoch wenig großzügig (Capri, Bruch&Dallas), andere selbstgefällig (SSZ Süd) oder konfus (BelleAir), noch weitere vielleicht zu bieder und angepasst (Jagla, kjubh). Alles in allem war die Geste wichtiger als das Ergebnis und die Präsenz von nicht-kommerziellen Projekten mehr als begrüßenswert.

Mit seiner politischen Stärkung der rheinischen Kunstschiene und seinem klaren Bekenntnis zur jungen Szene hat Daniel Hug einen Trend aufgegriffen: Die Kunstmessen werden immer kleiner, spezialisierter und schärfer in der Auswahl. Bei der Inflation an weltweiten art fairs und die drückende Konkurrenz von Kolossen à la Art Basel oder Art Cologne, ist die Nischenstrategie von Hug schlau und effizient. Und für den Besucher, der durch eine kuratierte Messe spaziert, höchst erfreulich.

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